Digitale Bildung

Die fortschreitende Digitalisierung und Industrie 4.0 sind wichtige Zukunftsthemen. Die Medienbildung und Medienkompetenz als unverzichtbare Bestandteile der Berufsorientierung, wichtige Voraussetzung für Ausbildungs- und Studierfähigkeit sowie Grundlage lebenslangen Lernens werden in Zukunft weiter an Bedeutung gewinnen. Aus unserer Sicht wird vor allem das „Lernen mit Medien“ im täglichen Schulalltag eine wichtige Rolle einnehmen, um die Schülerinnen und Schüler auf die veränderten Anforderungen in Arbeit und Wirtschaft vorzubereiten.

 

Aktivitäten und Angebote

 

Die Digitalisierung der Bildung in der Hauptstadtregion

Die von den Unternehmensverbändern Berlin-Brandenburg (UVB) in Auftrag gegebene Studie nimmt die Digitalisierung der Bildung in Berlin und Brandenburg im Bereich der Sekundarstufe I in den Fokus. Strukturen in der Bildungspolitik und deren Einflüsse werden in der Studie ebenso dargestellt, wie Leitpläne und Projekte zur technischen Ausstattung und zur Weiterbildung der Lehrkräfte. Die Akzeptanz durch Lehrkräfte und Schülerinnen und Schüler spielt dabei eine wichtige Rolle für den Ausbau und die Einbindung digitaler Medien in den Unterrichtsalltag. Auch die Rolle der Schulbuchverlage im Digitalisierungsprozess wird beleuchtet. So werden die Interessen und Vorhaben der Bildungsmedien-Verlage einerseits und die aktuellen Angebote digitaler Medien anderseits vorgestellt. Die Studie vermittelt einen ausführlichen Überblick über die Entwicklung der Digitalisierung im Bildungsbereich in der Hauptstadtregion. Zur Studie.

 

EdTEch Positionspapier zur digitalen Infrastruktur für Schulen

Die LAG unterstützt das Positionspapier der Fachgruppe EdTech im Bundesverband Deutsche Startups (BVDS). Der BVDS ist Mitglied bei den Unternehmensverbänden. Die Fachgruppe, unter Mitarbeit der Startups ChemTics, edyou.de, meinUnterricht.de, Schulstart.de, Scolibri und sofatutor.com,  fordert entschiedenere Schritte von der Politik, um Deutschlands Lehrerinnen und Lehrer in die Lage zu versetzen, zeitgemäßen Unterricht mit einer Vielzahl an Medien gestalten zu können. Zum Positionspapier: Digitale Infrastruktur für Schulen.

 

Weitere Links

 

Zwischen analog und digital – Lernen und Lehren an Schulen und Hochschulen

Das Netzwerk Digitale Bildung bietet mit seinem Whitepaper einen Überblick über Digitale Bildung in Deutschland. Darin zeigt das von SMART Technologies Deutschland initiierte Netzwerk, wie sich das Thema in den vergangenen Jahrzehnten entwickelt hat und welche Chancen sowie Möglichkeiten der Einsatz digitaler Bildungslösungen in Klassenzimmern und Hörsälen bietet. Außerdem werden Szenarien für das Lernen der Zukunft beschrieben. Zum Whitepaper.

 

Schule digital – Der Länderindikator 2015

Für die Untersuchung zur aktuellen Situation der digitalen Bildung in Deutschland hat ein Wissenschaftsteam unter der Leitung von Professor Wilfried Bos (Technische Universität Dortmund) 1.250 Lehrkräfte weiterführender Schulen repräsentativ befragt. Diese Befragung schließt an die internationale Schulleistungsstudie ICILS (International Computer and Information Literacy Study) 2013 an. Die Untersuchung zeigt, dass die Lehrer digitale Medien insgesamt vor allem als Chance für besseren Unterricht begreifen. So schätzt die Hälfte der Befragten die IT-Ausstattung ihrer Schulen als ausreichend und technisch aktuell ein. Die Ergebnisse belegen jedoch auch, dass sich die Ausstattungskonzepte und die Nutzungshäufigkeit digitaler Medien im Unterricht von Land zu Land erheblich unterscheiden. In einigen Bundesländern geben bis zu 50 Prozent der Lehrpersonen an, nur selten die Computerkenntnisse ihrer Schüler zu fördern. Zur Studie.

 

Chancen und Risiken digitaler Medien in der Schule

Die von der Bertelsmann Stiftung in Auftrag gegebene Studie von Frau Dr. Heike Schaumburg zeigt: Die Digitalisierung bietet Chancen für den Einzelnen (z.B. erweiterte Möglichkeiten für Information, Kommunikation und Partizipation) wie für den Unterricht – sie birgt jedoch auch Risiken (Internet- und Computerspielsucht oder Cybermobbing). Zudem besteht die Gefahr, dass ungleiche Zugangsmöglichkeiten und Nutzungsweisen digitaler Medien gesellschaftliche Ungleichheit weiter vergrößern. Um die Chancen für das Lernen zu nutzen und den Risiken angemessen begegnen zu können, muss der Umgang mit digitalen Medien als gemeinsame, integrale Aufgabe der Unterrichts- und Schulentwicklung adressiert werden. Zur Studie.

 

ifo-Studie: Computer haben positive und negative Einflüsse im Unterricht

Die Studie zeit, dass der Einsatz von Computern im Schulunterricht im Durchschnitt keine besseren Ergebnisse der Schüler in Mathematik und Naturwissenschaften bewirkt. Hinter diesem Ergebnis stecken zwei entgegengesetzte Wirkungen: Werden Computer zur Informationsbeschaffung und zur Ideensuche genutzt, steigen die Leistungen der Schüler. Werden die Rechner aber zum Einüben des Erlernten eingesetzt, sinken die Leistungen.Die Befunde zeigen, dass eine qualitative Verbesserung des Unterrichts nur dann eintreten wird, wenn der Computereinsatz auf sinnvolle Anwendungen mit echtem Mehrwert fokussiert wird. Zur Studie.

 

Studienbericht „Digitale Schule – vernetztes Lernen“

In zwei repräsentativen Studien wurden bundesweit 502 Lehrer der Sekundarstufe I sowie 512 Schüler zwischen 14 und 19 Jahren befragt. Die Ergebnisse zeigen: Digitale Medien sind zwar längst in der Schule angekommen, aber häufig sind Schüler und Lehrer mit der technischen Ausstattung unzufrieden. Dies mag auch erklären, warum das Potenzial digitaler Lernmittel bei weitem noch nicht ausgeschöpft wird. Zum Studienbericht.