Studie

Ihr Blick zählt – als SuS oder Eltern kurz vorm Abi

Foto: © Scott Graham, Unsplash

19. Mai 2026: Wie treffen Schüler:innen ihre Entscheidung nach dem Abitur – Studium, Ausbildung, Freiwilligendienst oder Auszeit? Und welche Rolle spielen die Eltern dabei?

Die bundesweite Level-Up Studie möchte genau das verstehen. Ab jetzt können Sie über die Level-Up App teilnehmen – anonym, freiwillig und in circa 15 Minuten. Schüler:innen und Eltern nehmen vom jeweils eigenen Smartphone teil – so werden Sie beide gemeinsam Teil der Studie und erhalten exklusiven Zugang zum KI-Chatbot zur Berufs- und Studienorientierung.

Die Teilnahme lohnt sich
Unter allen teilnehmenden Schüler:innen und Eltern werden als Dankeschön jeweils 50 × 100 Euro ausgeschüttet – bei vollständiger Teilnahme sind zusätzlich iPads und 500-Euro-Prämien möglich. Die Jahrgangsstufen mit der höchsten Teilnahmequote können außerdem 5.000 Euro erhalten. Alles Weitere sowie den Zugang zur Studie finden Sie hier.

Ausbildungsplätze: Herkunft schlägt Leistung

Foto: Bernd Klutsch, Unsplash

22. August 2025: Eine Studie der Universität Siegen zeigt erstmals ein Ranking der Benachteiligung bei einem vermuteten Migrationshintergrund. Wenn sich ein »Lukas Becker« bei einem mittelständischen Betrieb um einen Ausbildungsplatz bewirbt, erhält er in zwei von drei Fällen eine Antwort. Bei einem »Yusuf Kaya« oder einer »Habiba Mahmoud« hingegen bleibt das Postfach eher leer, weil Betriebe Mehraufwand bei Personen mit Migrationsgeschichte befürchten. Das haben Forschende an der Universität Siegen in einem Feldexperiment herausgefunden, in dem sie Unternehmen fiktive Informationsanfragen gesendet hatten, die zuvor freie Ausbildungsplätze gemeldet hatten.

»Wir können es uns nicht leisten, Potenziale zu verschwenden«, warnt Prof. Dr. Ekkehard Köhler. »Besonders im Handwerk, das unter Nachwuchsmangel leidet, ist dies problematisch.« Die Siegener Ökonomin Dilara Wiemann, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Zentrum für Ökonomische Bildung, sagt: »Für die benachteiligten Bewerber sind die Ergebnisse eine Katastrophe, denn selbst deutlich bessere Schulnoten oder soziales Engagement ändern nichts daran, dass Herkunft Leistung schlägt.« Auch ein Engagement beim Bundeswettbewerb »Jugend forscht« erhöhe die Chancen nicht.

Bei der Benachteiligung lässt sich laut Studie ein Ranking bei einem vermuteten Migrationshintergrund feststellen. Bewerber:innen mit deutsch klingenden Namen erhielten bei dem Feldversuch auf 100 Bewerbungen durchschnittlich 67 Antworten. Deutlich schlechter schnitten demnach Personen mit nicht-deutsch klingenden Namen ab: »Ivan Smirnov« (russisch) erhielt 56 Antworten, »Ariel Rubinstein« (hebräisch) 54, „Yusuf Kaya“ (türkisch) 52. Schlusslicht war »Habiba Mahmoud« (arabisch) mit nur 36 Antworten. Mehr zu den Ursachen und Hintergründen können Sie hier erfahren.

Duales Studium: Umsetzungsmodelle und Entwicklungsbedarfe


Foto: © ThisisEngineering RAEng, Unsplash

26. April 2022: Das duale Studium in Deutschland boomt – so ist die Zahl der Studierenden, die ein Studium mit einer Berufsausbildung oder längeren Praxisphasen in einem Unternehmen verbinden,  zwischen 2004 und 2019 um das Vierfache angestiegen. Allerdings unterscheiden sich die Studienangebote, die akademische und betriebliche Ausbildung miteinander verbinden, je nach Ausgestaltung deutlich voneinander. Auch zwischen den Bundesländern besteht zum Teil eine große Variationsbreite bei Studienangebot, Nachfrage oder Vergütung. Eine gemeinsame Studie des CHE Centrum für Hochschulentwicklung und des Forschungsinstituts Betriebliche Bildung (f-bb) mit dem Titel „Duales Studium: Umsetzungsmodelle und Entwicklungsbedarfe“ bietet nun den bislang umfassendsten Überblick über das duale Studium in Deutschland. Die Studie kann als Download abgerufen werden, zudem können Länderdaten zum Angebot und zur Nachfrage abgerufen werden (Berlin, Brandenburg).

Welche Kompromisse gehen Jugendliche beim Ausbildungsberuf ein?


Foto: © Florian Freund, SCHULEWIRTSCHAFT Deutschland

Berlin, 14. April 2021: In der kürzlich veröffentlichten Studie „Nicht alle Wünsche werden wahr: Welche Kompromisse Jugendliche beim Ausbildungsberuf eingehen“ stellt das Autorenteam des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit dar, wie Jugendliche bei der Wahl des Ausbildungsberufs zwischen persönlichen Interessen, sozialen Erwartungen, Anforderungen im beruflichen Bildungssystem und Marktbedingungen navigieren. Ein Ergebnis der Untersuchung: Die Mehrheit der Auszubildenden absolviert eine Ausbildung in einem anderen Beruf, als in der Schulzeit angestrebt. Nur eine Minderheit von ihnen muss jedoch deswegen Abstriche beim Ausbildungsberuf in Kauf nehmen. 

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SCHULEWIRTSCHAFT Berlin und Brandenburg wird getragen von den Unternehmens­verbänden Berlin-Brandenburg

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