Berufsorientierung

WAS GEHT? Das Heft über Arbeit und Beruf

Foto: © Jonas Jacobsson, Unsplash

25. August 2025: Die Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) hat in ihrer Publikationsreihe »WAS GEHT?« ein neues Arbeitsheft für Schülerinnen und Schüler und ein Begleitheft für Lehrkräfte rund um die Themen Berufsorientierung und Arbeitswelt herausgebracht.

Unter der Frage »Haben Berufe ein Geschlecht?« behandelt das Arbeitsheft auch das Thema Klischees bei der Berufswahl und weist auf Ungleichheiten wie den Gender Pay Gap hin. Jugendliche erfahren historische und gesellschaftspolitische Hintergründe und werden dazu angeregt, Klischees kritisch zu hinterfragen.

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Ausbildungsplätze: Herkunft schlägt Leistung

Foto: Bernd Klutsch, Unsplash

22. August 2025: Eine Studie der Universität Siegen zeigt erstmals ein Ranking der Benachteiligung bei einem vermuteten Migrationshintergrund. Wenn sich ein »Lukas Becker« bei einem mittelständischen Betrieb um einen Ausbildungsplatz bewirbt, erhält er in zwei von drei Fällen eine Antwort. Bei einem »Yusuf Kaya« oder einer »Habiba Mahmoud« hingegen bleibt das Postfach eher leer, weil Betriebe Mehraufwand bei Personen mit Migrationsgeschichte befürchten. Das haben Forschende an der Universität Siegen in einem Feldexperiment herausgefunden, in dem sie Unternehmen fiktive Informationsanfragen gesendet hatten, die zuvor freie Ausbildungsplätze gemeldet hatten.

»Wir können es uns nicht leisten, Potenziale zu verschwenden«, warnt Prof. Dr. Ekkehard Köhler. »Besonders im Handwerk, das unter Nachwuchsmangel leidet, ist dies problematisch.« Die Siegener Ökonomin Dilara Wiemann, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Zentrum für Ökonomische Bildung, sagt: »Für die benachteiligten Bewerber sind die Ergebnisse eine Katastrophe, denn selbst deutlich bessere Schulnoten oder soziales Engagement ändern nichts daran, dass Herkunft Leistung schlägt.« Auch ein Engagement beim Bundeswettbewerb »Jugend forscht« erhöhe die Chancen nicht.

Bei der Benachteiligung lässt sich laut Studie ein Ranking bei einem vermuteten Migrationshintergrund feststellen. Bewerber:innen mit deutsch klingenden Namen erhielten bei dem Feldversuch auf 100 Bewerbungen durchschnittlich 67 Antworten. Deutlich schlechter schnitten demnach Personen mit nicht-deutsch klingenden Namen ab: »Ivan Smirnov« (russisch) erhielt 56 Antworten, »Ariel Rubinstein« (hebräisch) 54, „Yusuf Kaya“ (türkisch) 52. Schlusslicht war »Habiba Mahmoud« (arabisch) mit nur 36 Antworten. Mehr zu den Ursachen und Hintergründen können Sie hier erfahren.

Traumstudium in Brandenburg entdecken

Wussten Sie schon, dass Sie sich noch bis zum 30. September an den brandenburgischen Hochschulen immatrikulieren können? Noch besser ist, dass eine Vielzahl der Studiengänge im Land Brandenburg – also 148 von insgesamt 190 Bachelorstudiengängen – zulassungsfrei ist. Sofern Sie die Zulassungsvoraussetzungen erfüllen, können Sie sich jederzeit per Klick in den jeweiligen Hochschulportalen einfach einschreiben.

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Gute Chancen: Jetzt einen Ausbildungsplatz sichern!

Foto: © Florian Freund, SCHULEWIRTSCHAFT Deutschland

24. Juli 2025: Bundesweit gibt es auch in diesem Jahr weit mehr freie Ausbildungsplätze als Suchende. Von Oktober 2024 bis Mai 2025 meldeten sich bei den Agenturen für Arbeit und den Jobcentern 375.000 Bewerber:innen für eine Ausbildungsstelle. Davon hatten im Mai 191.000 junge Menschen weder einen Ausbildungsplatz noch eine Alternative gefunden. Viele Unternehmen suchen jedoch weiter intensiv Azubis, um Fachkräfte für die Zukunft zu sichern.

Besonders gute Chancen bestehen noch im Verkauf

Gerade in Berufen, die nicht so viele Jugendliche im Fokus haben, sind noch zahlreiche Ausbildungsstellen unbesetzt. Fast 42.000 unbesetzte Ausbildungsstellen gibt es in Verkaufsberufen (ohne Spezialisierung), 19.000 in Hoch-, Tief- und Ausbauberufen, 16.000 in Mechatronik, Energie- und Elektrotechnikberufen, jeweils etwa 11.000 in Lagerlogistikberufen und in Lebensmittelherstellung und -verkauf. Auch in Metallberufen, Hotel- und Gaststättenberufen (inkl. Köche) und in Maschinenbau- und Betriebstechnikberufen sind noch viele Ausbildungsplätze frei.

Fast 40 Prozent wollen in einen der Top-Ten-Berufe

Auch in diesem Ausbildungsjahr interessieren sich junge Menschen besonders für eine Ausbildung als Kauffrau:mann für Büromanagement, als Kfz-Mechatroniker:in, als Medizinische:r Fachangestellte:r oder als Verkäufer:in. Die BA ermutigt dazu, auch andere der insgesamt 328 Ausbildungsberufe in Betracht zu ziehen. Ein individuelles Beratungsgespräch zur beruflichen Orientierung kann jungen Menschen hier ganz neue Möglichkeiten eröffnen: Die Berufsberater:innen in den Arbeits- und Jugendberufsagenturen geben einen neutralen Ausblick auf die künftige Entwicklung der Berufe und Beschäftigungschancen. Sie informieren außerdem umfassend zu den Ausbildungsangeboten am Wohnort und im Umkreis. Die für Sie passende Ansprechperson können Sie hier finden.

Handwerkliche Teamarbeit in der Schule

Foto: BMWi

22. Juli 2025: Bewerben Sie sich mit einem handwerklichen, frei gestaltbaren Projekt zur Aufwertung des Schulgeländes oder zur schulischen Nutzung. Alle Projekte mit handwerklichem Hintergrund sind willkommen. Das Projekt muss in Kooperation mit mindestens einem Handwerksbetrieb umgesetzt und eine Projektdokumentation online eingereicht werden. Die Arbeit am Projekt kann völlig frei eingeteilt werden. Ob die Umsetzung in den Unterricht integriert, im Rahmen von Projektwochen oder anhand einer Arbeitsgemeinschaft realisiert wird, kann in Abhängigkeit der Möglichkeiten der Schule entschieden werden.

Jede allgemeinbildende Schule kann mit maximal einer Projektidee teilnehmen. Berufliche Schulen können nicht berücksichtigt werden. Aus allen bis zum 15. Oktober 2025 eingegangenen Bewerbungen werden die 200 besten Projektideen ausgewählt und umgesetzt. Zu den Teilnahmebedingungen und weiteren Informationen gelangen Sie hier. Viel Erfolg!

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