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Klischeefreie Berufswahl – Informationen für Eltern

Foto: ThisisEngineering RAEng, Unsplash

23. September 2025: »Was soll ich nach der Schule machen? Was ist überhaupt ein guter Beruf für mich?« Diese Fragen zu beantworten, fällt Jugendlichen oft nicht leicht. Eltern sind in dieser Zeit die wichtigsten Ratgeber.

Die Berufswahl gehört zu den wichtigsten Entscheidungen im Leben. Häufig achten Jugendliche und auch Eltern als Erstes auf das Geschlecht als Auswahlkriterium – ohne sich dessen bewusst zu sein. Schnell heißt es: »Das ist doch kein Beruf für ein Mädchen/einen Jungen.« So reduzieren sich die Möglichkeiten, ohne auf die individuellen Stärken oder Fähigkeiten zu achten. Besser wäre es zu fragen: »Was kannst du gut? Was machst du gerne?« Es gibt rund 450 duale und schulische Ausbildungsberufe und über 20.000 Studiengänge – da fällt die Wahl nicht leicht. Andererseits ist bei dieser Vielfalt für jede und jeden etwas Passendes dabei.

Tschüss Klischees – hallo Zukunft! Mit der Berufs- oder Studienwahl beginnt ein neuer Lebensabschnitt. Das Elterninfoblatt zum Ausdrucken gibt Ihnen 10 Tipps und einen Faktencheck an die Hand – und verrät, wo Sie noch mehr Infos finden. Auf Deutsch, Arabisch, Russisch und Türkisch.

Wettbewerb: Europa in der Schule

Foto: Mika Baumeister, Unsplash

16. September 2025: Der Start des neuen Schuljahres bedeutet auch: Die neue Runde des Europäischen Wettbewerbs beginnt! Ab sofort wird das neue Plakat an die Schulen verschickt und die Anmeldung für den 73. Europäischen Wettbewerb ist möglich. Im Schuljahr 2025/26 lautet das Thema Menschenrechte.
Seit über 73 Jahren lädt der traditionsreichste Schülerwettbewerb Deutschlands Schülerinnen und Schüler dazu ein, sich kreativ mit europäischen Themen auseinanderzusetzen. Im Jahr 2025 steht ein ganz besonderes Jubiläum im Mittelpunkt: Vor 75 Jahren trat Deutschland dem Europarat bei – ein entscheidender Schritt für Demokratie, Menschenrechte und Rechtsstaatlichkeit. Passend dazu widmen sich die Aufgaben in diesem Jahr dem Thema Menschenrechte unter dem Motto: »Dein Europa: Recht, Respekt – Realität?!«. Alle Alterstufen können sich beteiligen und es winken tolle Preise. Wenn Sie mehr darüber erfahren möchten, informieren Sie sich hier weiter.

Praktische Lösungen & Unterstützung für die Schule

Foto: IHK Berlin

VERANSTALTUNGSTIPP: Am 7. Oktober 2025 findet von 14 bis 18 Uhr die erste Produkt- und Servicebörse Education in der IHK Berlin statt. Mitten in der Stadt bietet die Börse Lehrkräften, Schulleitungen und pädagogischem Personal praxisnahe Lösungen und konkrete Unterstützung für den Unterrichts- und Schulalltag. Start-ups, etablierte Anbieter und Projekte präsentieren ihre Angebote und stehen für Austausch und Gespräche bereit.

Was Sie erwartet:

  • Eine Messe mit über 50 Ausstellenden: Von innovativen Start-ups bis zu erfahrenen Bildungspartnern
  • Praxisnahe Angebote zu MINT, KI, Sprache, Berufsorientierung, Soft Skills u. v. m.
  • Zeit für Gespräche & Netzwerke – ganz ohne Frontalvorträge
  • Austausch mit Lehrkräften aus anderen Schulen

Mehr Infos und die Anmeldung finden Sie hier.

WAS GEHT? Das Heft über Arbeit und Beruf

Foto: © Jonas Jacobsson, Unsplash

25. August 2025: Die Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) hat in ihrer Publikationsreihe »WAS GEHT?« ein neues Arbeitsheft für Schülerinnen und Schüler und ein Begleitheft für Lehrkräfte rund um die Themen Berufsorientierung und Arbeitswelt herausgebracht.

Unter der Frage »Haben Berufe ein Geschlecht?« behandelt das Arbeitsheft auch das Thema Klischees bei der Berufswahl und weist auf Ungleichheiten wie den Gender Pay Gap hin. Jugendliche erfahren historische und gesellschaftspolitische Hintergründe und werden dazu angeregt, Klischees kritisch zu hinterfragen.

Zum Arbeitsheft
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Ausbildungsplätze: Herkunft schlägt Leistung

Foto: Bernd Klutsch, Unsplash

22. August 2025: Eine Studie der Universität Siegen zeigt erstmals ein Ranking der Benachteiligung bei einem vermuteten Migrationshintergrund. Wenn sich ein »Lukas Becker« bei einem mittelständischen Betrieb um einen Ausbildungsplatz bewirbt, erhält er in zwei von drei Fällen eine Antwort. Bei einem »Yusuf Kaya« oder einer »Habiba Mahmoud« hingegen bleibt das Postfach eher leer, weil Betriebe Mehraufwand bei Personen mit Migrationsgeschichte befürchten. Das haben Forschende an der Universität Siegen in einem Feldexperiment herausgefunden, in dem sie Unternehmen fiktive Informationsanfragen gesendet hatten, die zuvor freie Ausbildungsplätze gemeldet hatten.

»Wir können es uns nicht leisten, Potenziale zu verschwenden«, warnt Prof. Dr. Ekkehard Köhler. »Besonders im Handwerk, das unter Nachwuchsmangel leidet, ist dies problematisch.« Die Siegener Ökonomin Dilara Wiemann, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Zentrum für Ökonomische Bildung, sagt: »Für die benachteiligten Bewerber sind die Ergebnisse eine Katastrophe, denn selbst deutlich bessere Schulnoten oder soziales Engagement ändern nichts daran, dass Herkunft Leistung schlägt.« Auch ein Engagement beim Bundeswettbewerb »Jugend forscht« erhöhe die Chancen nicht.

Bei der Benachteiligung lässt sich laut Studie ein Ranking bei einem vermuteten Migrationshintergrund feststellen. Bewerber:innen mit deutsch klingenden Namen erhielten bei dem Feldversuch auf 100 Bewerbungen durchschnittlich 67 Antworten. Deutlich schlechter schnitten demnach Personen mit nicht-deutsch klingenden Namen ab: »Ivan Smirnov« (russisch) erhielt 56 Antworten, »Ariel Rubinstein« (hebräisch) 54, „Yusuf Kaya“ (türkisch) 52. Schlusslicht war »Habiba Mahmoud« (arabisch) mit nur 36 Antworten. Mehr zu den Ursachen und Hintergründen können Sie hier erfahren.

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