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Handwerk & Zukunft: Übungswerkstätten im Falschen Fisch

Foto: © Kelly Sikkema, Unsplash

7. April 2025: Seit März sind die ARRIVO BERLIN Übungswerkstätten zu Gast in Neukölln – in einer neuen, inspirierenden Umgebung. Ein früheres Fischrestaurant ist jetzt ein Stadtlabor der S27 – Kunst und Bildung, ein Kunst- und Kulturhaus für junge Menschen. Hier wird gehobelt, gesägt und geschnitten. Werkzeuge liegen bereit, Materialien warten darauf, geformt zu werden. Drinnen und draußen bieten sich Möglichkeiten zum Lernen und Ausprobieren.

Die ARRIVO BERLIN Übungswerkstätten der S27 unterstützen seit 2014 geflüchtete Menschen, die sich im Handwerk orientieren möchten. In Werkstattkursen können die Teilnehmenden ihre Fähigkeiten entdecken und weiterentwickeln. Deutschkurse mit Fachvokabular bringen sie auf das nötige Sprachniveau, um in Berliner Betrieben Fuß zu fassen. Am Ende steht das Ziel: ein Praktikum, eine Ausbildung – vielleicht sogar eine feste Anstellung.

Murtaza N., 19 Jahre alt, ist einer der Trainees. Er hat bereits als Helfer in einer Autowerkstatt gearbeitet. »Ich möchte einen viermonatigen Kurs machen, weil ich hier Mathematik, Deutsch und viel über Handwerksberufe lerne. Ich hoffe, dass ich später eine gute Ausbildung als Automechaniker machen kann. ARRIVO BERLIN gefällt mir sehr gut, weil hier so viele Menschen sind, wir uns kennenlernen und es viel Spaß macht.«

Mohamed Salah B. hofft, bald eine Ausbildung als Maler und Lackierer zu beginnen. »Es macht mir wirklich viel Spaß, bei ARRIVO BERLIN zu sein, weil sie uns die Werkstatt zeigen und uns auf eine Ausbildung vorbereiten. Wir haben auch einen Mathekurs, und ich hoffe, bald ein Praktikum oder eine Ausbildung zu finden.«

Hier werden nicht nur handwerkliche Fähigkeiten vermittelt, sondern es entsteht eine Gemeinschaft. Innerhalb von vier Monaten durchlaufen die Trainees verschiedene Stationen – kostenlos und mit flexiblem Einstieg. Es ist ein Angebot, das Perspektiven schafft und Menschen dabei unterstützt, in Berlin eine berufliche Zukunft aufzubauen.

Wenn Sie mehr über das Projekt erfahren möchten, finden Sie hier mehr Informationen.

Berufsbildung entdeckt Europa

Foto: © Javier Allegue Barros, Unsplash

4. April 2025: Erasmus+ boomt. Das zeigt sich vor allem in der Berufsbildung. 2024 erhielten rund 37.000 Auszubildende die Chance, mithilfe eines Erasmus+-Stipendiums während ihrer Ausbildung ein Praktikum im europäischen Ausland zu absolvieren. Im Vergleich zu 2023 entspricht dies einem Anstieg um 45 Prozent, und es stellt die höchste seit 1995 erreichte Zahl an Teilnehmenden dar. Dies zeigen neueste Daten der Nationalen Agentur beim Bundesinstitut für Berufsbildung (NA beim BIBB).

Nicht nur Berufsschüler:innen, sondern auch Lehrkräfte und Ausbildungspersonal qualifizieren sich zunehmend über Erasmus+ im Ausland. Das tun sie, indem sie beispielsweise fachspezifische Fortbildungskurse besuchen, eine Lehrtätigkeit ausüben oder in beruflichen Schulen hospitieren. Mehr als 9.000 von ihnen erhielten 2024 eine Förderzusage, 21 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Die Ausbilder:innen in den Betrieben sowie die Lehrenden an Berufsschulen sind die eigentlichen Möglichmacher von Erasmus+. Sie stellen in der Regel die Anträge auf Projektförderung, treffen Absprachen mit den Partnerbetrieben im Ausland und bereiten die Auszubildenden auf ihre Auslandsaufenthalte vor. Dank ihres Einsatzes sind Auslandspraktika zunehmend Teil der strategischen Ausrichtung von Ausbildungseinrichtungen, was die Internationalisierung der Berufsbildung fördert.

Um Projektideen finanzieren zu können, stellt Erasmus als größtes EU-Förderprogramm für den Zeitraum 2021 bis 2027 insgesamt 28,4 Milliarden Euro zur Verfügung, davon mindestens 4,3 Milliarden Euro für die berufliche Bildung. Umgesetzt wird das Programm in Deutschland von der Nationalen Agentur beim Bundesinstitut für Berufsbildung. Die nächste Antragsfrist ist der 1. Oktober 2025. Interessierte Ausbildungsbetriebe, Kammern oder berufliche Schulen können sich an die NA beim BIBB oder andere Beratungsstellen wenden. Mit den »Erasmus+-Beratenden Berufsbildung« wurde dazu eigens ein Netzwerk an regionalen Beratungsstrukturen geschaffen. Eine Übersicht über Kontakte in den jeweiligen Regionen findet sich hier.

Spielerisch Berufe kennenlernen – App der ME-Berufe

Foto: © Fotolia, Phovoir

3. April 2025: Mit jeder Menge Hightech werden in der Metall- und Elektroindustrie täglich innovative Produkte hergestellt, die unser Leben verbessern. In der App ME-Berufe erfahren Jugendliche jetzt spielerisch, welche Berufe dabei zusammenarbeiten und welche Fähigkeiten benötigt werden. Im Game »MEga-Teams« stellen sie ein perfektes Team mit passenden Skills und Tools zusammen, um ein Produkt herzustellen – und das so schnell wie möglich!

Außerdem neu in der App: Video-Storys geben den Nutzer:innen authentische Einblicke von Auszubildenden oder Ausbildenden. Und wer möchte, kann anonyme Profildaten hinterlegen und diese mit Unternehmen in der Nähe teilen, um Angebote für eine Ausbildung oder ein Praktikum zu erhalten.

Jetzt die kostenfreie App herunterladen!

Noch bis zum 30.04. bewerben: HPI Schülerkolleg

Foto: © Armin Schreijäg, Pixabay

2. April 2025: Du möchtest tiefer in die Welt der Informatik einsteigen und optimal auf ein mögliches Informatikstudium vorbereitet sein? Dann komm zum HPI-Schülerkolleg! Hier lernst du kostenfrei neben der Schule mit Gleichaltrigen Spannendes zu den Themen Programmierung, KI, Robotersteuerung und vieles mehr.

Für Schüler:innen der Klassenstufen 7 bis 13 // ein Schuljahr (September bis Juni) nachmittags alle zwei Wochen // vor Ort am HPI in Potsdam.

Zum Bewerbungsformular geht es hier. Viel Erfolg!

youclub – Förderfokus 2025: Handwerk und Berufsorientierung

Foto: SchuleWirtschaft Berlin-Brandenburg

31. März 2025: In Berlin und Brandenburg steht die Offene Kinder- und Jugendarbeit in den kommenden Jahren vor großen Herausforderungen – Jugendclubs sind sowohl finanziell als auch personell schlecht ausgestattet. Durch Haushaltssperren und fehlende langfristige Finanzierungspläne sind Jugendclubs immer wieder von Schließungen bedroht oder bereits betroffen. Damit fallen für viele Kinder und Jugendliche, die häufig keine anderen Ausweichmöglichkeiten für ihre Freizeitgestaltung haben, wichtige sichere Räume zur Entfaltung und Entwicklung weg.

Zudem gibt es vor allem in den strukturschwachen Räumen Brandenburgs eine höhere berufliche Perspektivlosigkeit für Jugendliche als andernorts in Deutschland. Viele junge Menschen fühlen sich angesichts der multiplen Krisen unserer Zeit im Stich gelassen, sie haben Angst vor dem Abstieg sowie vor mangelnden Aufstiegschancen.

2025 fördert youclub (der Stiftung Bildung) daher Projekte in Berlin und Brandenburg, die Kinder und Jugendliche primär für handwerkliche Fähigkeiten begeistern, sich mit Handwerksberufen befassen, ihnen neue Berufsperspektiven aufzeigen und sie beim Übergang von der Schule ins Berufsleben unterstützen, mit einer Fördersumme von bis zu 5.000 Euro pro Einrichtung.

Sie sind eine pädagogische Fachkraft oder ein junger Mensch, der regelmäßig in einen Jugendclub in Berlin oder Brandenburg geht? Sie haben eine Idee, die etwas bewegen kann? Schließen Sie sich dazu mit anderen jungen Menschen an Ihrem Lernort zusammen und gründen Sie eine Projektgruppe. Alles, was Sie zur Ausschreibung wissen sollten, finden Sie hier.

unternehmensverbaende berlin-brandenburg

SCHULEWIRTSCHAFT Berlin und Brandenburg wird getragen von den Unternehmens­verbänden Berlin-Brandenburg

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